Erklärung der revolutionären Jugend auf dem 1.Mespopotamischen Sozialforum

Erklärung der revolutionären Jugend auf dem 1. Mesopotamischen Sozialforum:

In Bezug auf die Weltbevölkerung spielt die Jugend eine wichtige Rolle. Wir haben eine gemeinsame Identität und in Folge dessen eine gemeinsame Verantwortung, die uns verbindet. In allen kapitalistischen Ländern sind wir mit Repression konfrontiert, sobald wir politisch aktiv sind und versuchen uns daran zu beteiligen, die Gesellschaft in der wir leben zu verändern. Zudem zielen kapitalistische Systeme in erster Linie darauf ab, uns davon abzuhalten ein politisches Bewusstsein zu entwickeln. Sie versuchen uns auf unterschiedliche Arten zu assimilieren, die auch von den regionalen Systemen abhängig sind. Besonders in institutionalisierten Kontexten, wie Schulen, Universitäten, Familien usw. werden Jugendliche zum Objekt gemacht.

Das herrschende System versucht uns politisch und sozial zu hörigen Staatsbürgern zu formen, die den Status quo akzeptieren. Auf unserem Treffen auf dem Amed Camp und MSF ist uns erneut bewusst geworden, dass linksradikale Jugendgruppen in ihren unterschiedlichen Kontexten mit ihrer speziellen Situation eher isoliert sind. Im Anschluss an die 68er-Bewegung, die schlagkräftig und in der Lage war, den Kapitalismus zu überwinden, möchten wir diskutieren und uns vernetzen , um heraus zu finden, wie wir wieder erstarken können. Wir möchten evaluieren, warum diese Bewegungen einen solchen Kraftverlust erlitten haben und zahlreiche internationale Initiativen eingeschlafen sind. Die Jugend, die auf dem MSF und dem Amed Camp zusammen gekommen ist, möchte neu beginnen und wieder miteinander in Kontakt treten. Wir wissen, dass die Kämpfe der Jugend in unterschiedlichen Regionen unterschiedlich sind. Uns ist auch bewusst, dass die Repression gegen Jugendliche mit unterdrückten Identitäten, wie die KurdInnen und die BaskInnen, grundsätzlich verschiedene Arten von Unterdrückungserfahrungen machen. Diese beinhalten mehr Gewalt als die Repression gegen Jugendliche in den westlichen industrialisierten Ländern.

Wir möchten miteinander in Kontakt bleiben, um von den jeweiligen Kämpfen der anderen zu erfahren. Wir möchten uns in die Lage versetzen uns gegenseitig zu unterstützen, wenn es darauf ankommt solidarisch zu sein. Unsere ersten Schritte bestehen zunächst darin, Kontakte auszutauschen und uns für Veranstaltungen zu verabreden auf denen wir wieder zusammenkommen können. Um eine sozialistische Welt zu verwirklichen, muss die Jugend gemeinsame Organisationsformen schaffen, wie den demokratischen Konföderalismus.

Im April 2010 findet im Baskenland ein Camp statt und anschließend ein weiteres Jugendcamp in Amed. Auf diese Art und Weise hoffen wir einen effizienten und andauernden Austausch mit regelmäßigen Treffen zu verwirklichen. Unser Ziel ist es eine globale Vernetzung antikapitalistischer Jugendbewegungen herzustellen, die gemeinsam kapitalistische, imperialistische und kolonialistische Systeme sowie postkoloniale Strukturen bekämpfen können. Wir möchten in der Lage sein auf aktuelle Themen jeder unserer Gruppen zu reagieren und solidarisch zu handeln.

Lang lebe die revolutionäre internationale Jugend!

YGDM – Yurtsever Demokratik Gençlik Meclisi`nin(kurdischer Jugendverband)
YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan (Europa)
SEGI – baskische Jugendbewegung
ARAB – Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin

30.9.2009





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